Monday, 20. october 2008 1 20 /10 /Okt. /2008 16:05
Ic h habe ein paar Wochen überhaupt keine Zeit gehabt, denn das Leben hat derzeit irgendwie Rennfahrerqualitäten. In der letzten Woche sind wir endlich und hoffendlich auf Dauer ein Ärgerniss losgeworden:
 
Seit über einem Jahr terrorisierte uns unser Gartennachbar mit Anzeigen aufgrund falschen Parkens, weil wir es gewagt hatten, an einem der wenigen schönen Samstage des Jahres 2007 zu grillen. Normalerweise leben wir nach dem Motto "Leben und Leben lassen". Es hat uns nie sonderlich interessiert was in Nachbars Garten passierte, ob die sich an irgendwelche Zeiten hielten, wann man nach kommunaler Auffasssung Rasen mähen durfte u.ä, nur die Nachbarn unseres Garten auf der linken Seite und am Kopfteil des Gartens, alles Angehörige einer Familie, waren absolut der Meinung, dass wir uns an ihre Regeln zu halten hätten. Angefangen hat dieser Zirkus vor 10 Jahren, als wir das Haus kauften und uns die Nachbarn ein Kaufangebot für einen Teil des Gartens machten. Unsere Antwort, dass man sich mit 4 Kindern doch kein altes Haus mit Riesengarten kauft, um dann direkt wieder einen großen Teil davon zu verkaufen, löste einen Dauerkampf aus.
Plötzlich war eine Tanne zu hoch, die wir fällen sollten. Haben wir wir nicht gemacht, wer fällt schon einen kerngesunden Baum von über 5 m Höhe. So wurde im Laufe der Jahre von Nachbars Seite aus, einfach in den Baum geschnitten mitten in einer Trockenperiode.Wuchs unser Lövenzahn im Frühjahr und verblühte dann, regte man sich auf, dass der Wind den Dreck hinüber wehte, hatte irgendein Unkraut die Frechheit ,in Sichtmöglichkeit der Nachbarn, seine Existenz zu zeigen, konnten wir sicher sein, dass irgendein blöder Kommentar kam. Selbstverständlich störte das Bellen unserer Hunde, aber das Gekläffe des Nachbarhundes war normal. Selbstverständlich durften meine Kinder nicht laut lachen und ihren Spass haben, während auf Nachbars Seite Krach und Gekreisch  zum Leben gehörte.  Betrat man den Garten, stand nach genau 90 Sekunden irgendein Familienmitglied des Nachbarn am Zaun. Lange Zeit haben wir das Verhalten ignoriert, immer in der Hoffnung, dass diese Leute es irgendwann müde wären, mit ihren unrechtmässigen Eingriffen in unser Baumwerk usw. Unseren Grillplatz hatten wir auch schon an einen anderen Standort verbracht, weil Nachbar links eines Tages die Polizei, mit der Behauptung wir würden Müll verbrennen, rief. Gut die Angelegenheit wurde peinlich für ihn, da der Blick der Polizisten sofort auf ein paar unbewaffnete Würstchen und andere Fleischteile fiel. Als Argument für diese Aktion, brachte der Sohn des Nachbarn die Begründung: Dort oben ist das Fenster meiner kleinen Tochter (es war gekippt) und der Rauch zieht da hinein. Die Antwort des Polizisten: Es dürfte kein Problem sein, das Fenster für 1 - 2 Stunde zu schließen und ihre Nachbarn machen nicht den Eindruck ,als wollten sie die nächsten 24 Stunden durchgrillen! Uns war der Appetit vergangen und dann verlegten wir den Grillplatz in den hinteren Teil des Gartens. Einziges Haus in der Nähe - ein Geräteschuppen. Es gab immer wieder kleinere Scharmützel, aber alles in allem lebten wir ganz gut damit, diese Leute nicht zu beachten. 
Der Gartennachbar an der Kopfseite (dort wo der Geräteschuppen steht) ebenfalls ein Mitglied dieser Familie und auch äußerlich ein sicherlich seltsamer Vogel, kam nun im vergangenen Jahr auf die gloreiche Idee, uns aufzufordern sofort unser Grillfeuer zu löschen, da wir damit für die Zerstörung der Ozonschicht verantwortlich wären, seine Gänse den Rauch nicht vertragen würden usw..
Man kann sich vorstellen, dass wir im ersten Moment uns angeschaut haben wie ein paar alte Autos und dann platzte meinem Ehegespenst der Kragen. Er forderte diesen Herrn auf, uns in Ruhe zu lassen und uns nicht mit seinem Geschwätz auf den Wecker zu fallen. Nachbar drehte sich um und war weg, dachten wir zumindest. Keine 3 Minuten später, steht dieser "Heini "wieder am Gartenzaun und fotografierte, wie auf einer Safari. Nun waren alle meine Kinder an diesem Tag zu Hause einschließlich ihrer Freunde und freuten sich auf den Nachmittag draussen. Herr Nachbar drohte uns mit Polizei und Ordnungsamt und bekam zur Antwort: "Tun sie was sie nicht lassen können!" Wir würden es bereuen, bekamen wir zu hören, aber dass war uns an diesem Tag egal.
In den folgenden Wochen bekamen wir täglich Post, mit Bussgeldbescheiden aufgrund falschen Parkens vor unserem Haus. Besucher, ein Pflegedienst für Nachbarn waren auch die Opfer dieser Anzeigen und dieser Mensch hatte ordentlich von allen Fahrzeugen Fotos gemacht. Nun muss man wissen, dass es vor unserem Haus nur eine rotstaffierte Zone gibt ohne Bordstein, die man als Bürgersteig bezeichnet und dann landet man beim Parken schon auch mal mit einem Reifen auf der roten Fläche. Er zeigte uns weiter an, die Stadt schickte Bussgeldbescheide und zum Schluss mussten wir doch einen Rechtsanwalt einschalten.Jetzt bekamen wir auch mal die Fotos zu sehen und plötzlich bekamen wir auch Post vom Ordnungsamt mit der Nachricht man uns aufgrund illegaler Müllverbrennung angezeigt. Klar legten wir Widerspruch ein und selbstverständlich gab es auch hier ein tolles Foto: meinen Mann in Rückenansicht, einen Stock in der Hand und man sah tatsächlich etwas Rauch auf dem Foto. Lange Rede kurzer Sinn, unserer Rechtsanwalt ging auf den Stalking§§ und konnte eine Unterlassungsklage durchsetzen, denn Herr Nachbar hörte mit der Anzeigerei nicht auf. Resultat: in 2 Verfahren wurde unser Nachbar dazu verdonnert alle Kosten zu tragen und musste sich zur Unterlassung solcher Aktionen verpflichten, sonst würde es noch teurer. Mitleid hatte ich in dem Moment nicht mit ihm, oft genug war er aufgefordert worden uns einfach in Ruhe zu lassen und der Richterin wurde es zuviel, als er mit der Argumentation kam, die Stadtverwaltung hätte ihn aufgefordert sich um Falschparker im Ort zu kümmern. Scheinbar waren wir die einzigen Bewohner des Ortes, wir haben es nur nicht gemerkt! Er wurde darauf aufmerksam gemacht, dass niemand mit der Bespitzelung von Nachbarn beauftragt würde, da man hier in der BRD lebe.  Bussgelder müssen nun auch nicht gezahlt werden, da die Stadt für unsere Strasse garnicht zuständig war, sondern der Kreis.
Es ist zu Ende! Nicht durch dieses Verfahren, sondern wir verkaufen unser Haus ,umgezogen sind wir schon! Hoffen wir mal, dass die Käufer nicht den gleichen Ärger haben, aber vielleicht will ja jemand mit Hang zu kerzengeraden Tulpen und Lövenzahnfreiem Rasen unser altes Zuhause kaufen, dann wären die Nachbarn auch glücklich!
Der Spruch gilt: "Es kann der Bester nicht in Frieden leben, wenn der Nachbar es nicht will!"
von Verita
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Monday, 29. september 2008 1 29 /09 /Sept. /2008 15:28

Schon ein komisches Gefühl, so ganz alleine in der Wohnung! Keiner schreit :"Mama kannst du mal dies oder kannst mal das! Fahr mich hier oder dort hin", auch mein eigener Plan enthält nichts Wichtiges das zu erledigen wäre. Eigentlich ein gewünschter Zustand, aber wohl nicht wirklich!  Mein Staubsauger steht auffordernd im Weg herum, meine Waschmaschine grinst mich an und fordert Füllung und irgendwie scheint das saubere Geschirr in der Spülmaschine nicht bereit zu sein, von alleine in die Schränke zu springen.
 Ah!, willkommene Abwechslung :mein Sohn hat gerade aus der Kaserne angerufen, heute bleibt er über Nacht dort, wir müssen einfach sparsamer mit unserem Sprit umgehen und wenn er nach Hause kommt, heisst es für mich, ihn morgens wieder hinzufahren, denn selbstverständlich fährt leider kein Bus so, dass er seinen Einsatzort auch pünktlich erreichen würde.  Ähnlich ist es mit der Busverbindung meines "Ehegespenstes" zum Bahnhof oder nach Hause. Seit mein Mann mit dem Zug nach Köln  fährt, heisst es in der Frühdienstwoche für mich 4.00 Uhr aufstehen, schnell eine Kaffee trinken und ihn dann zum Bahnhof fahren. Diese Woche hat er Spätdienst und dass bedeutet, ihn um Mitternacht oder wenn ich Pech habe sogar noch noch 1 Stunde später, vom Bahnhof abzuholen. Und dies nur, weil wir in einer Region wohnen, wo man immer noch das Gefühl hat, die Bürgersteige werden nach 20.00 Uhr hochgeklappt. Aber in die Grossstadt ziehen? Nein! wir leben jetzt 20 Jahre in der Eifel  und man gewöhnt sich daran, weit ins Land schauen zu können und die Möglichkeit von Ruhe und Frieden in der Natur fast vor der Haustür zu haben. Obwohl ,im normalen Alltagsleben habe ich kaum Zeit dafür, diese Dinge zu geniessen, denn da heisst es morgens vor den Hühnern raus und am Ende mit 4-5 Stunden Schlaf auskommen. Aber ich will nicht jammern, dass gefällt mir besser als diese Stille im Haus ohne die diversen Musicstyles meiner Kinder und ohne die dazugehörigen Bässe. Bei unserer Ältesten hat man den Eindruck, dass Auto könne sich auch ohne Motor vorwärtsbewegen, allein durch die Kraft der Musikboxen. Na ja, aber wir waren in dem Alter unseren Möglichkeiten entsprechend auch nicht anders und schließlich wohnt Kind Nr.1 ja auch nicht mehr zu Hause und muss sich mit ihren Nachbarn wenn sie es übertreibt, auch alleine herumstreiten! 

So jetzt wird´s aber doch Zeit vom PC zu verschwinden, manchmal läßt sich so ein Staubsauger einfach nicht abweisen.

von Verita
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Sunday, 28. september 2008 7 28 /09 /Sept. /2008 21:58

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